STEIGENDER ENERGIEBEDARF BEI IMMER KNAPPER WERDENDEN RESSOURCEN

Der russische Wirtschaftswissenschaftler Nikolai Kondratieff entdeckte 1926, dass sich die weltweite Wirtschaftsentwicklung in „Lange Wellen” einteilen lässt, die unseren Lebensstandard maßgeblich beeinflussen.
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Kondratieffzyklus

Ausgangspunkt für die „Langen Wellen“ sind Paradigmenwechsel und die damit verbundenen Investitionen: von der Erfindung der Dampfmaschine im 18. Jahrhundert, der Eisenbahn und der Elektrizität im 19. Jahrhundert bis hin zur Entwicklung des Automobils sowie der Informationsgesellschaft im 20. Jahrhundert verlief die Wirtschaft in fünf langen Welle. Alle Phasen liefen dabei ähnlich ab: es wird umfassend in die neue Technik investiert und damit ein Aufschwung hervorgerufen. Hat die Innovation sich allgemein durchgesetzt, verringern sich die damit verbundenen Investitionen drastisch, und es kommt zu einem Abschwung bis hin zu einer Krise.

Finanzkrise als Startpunkt in einen neuen Wohlstandszyklus?

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Weltenergieverbrauch

Zu Recht stellt sich die Frage: markiert die vorangegangene Finanzkrise vielleicht den Start eines neuen 6. Wohlstandszyklus? Und welche Technologien sind die zukünftigen wirtschaftlichen Kraftquellen?

Der Schlüssel für eine zukunftsträchtige Wirtschaft im nächsten langen Zyklus scheint die Steigerung der Ressourcen- und Energieproduktivität zu sein. Denn unter den veränderten Voraussetzungen von Globalisierung, demografischer Entwicklung, Klimawandel, steigerndem Energiebedarf bei immer knapper werdenden Energieressourcen sowie einem stärkeren Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein der Menschen wird Wachstum künftig wohl aus einer neuen Mischung von Ökonomie, Ökologie und gesellschaftlichem Engagement generiert.

„Die weltweite Energiewirtschaft ist heute eine Sechs-Billionen-Dollar-Industrie – der größte Geschäftszweig der Welt. Und die Welt hat ein massives Energieproblem.“*

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Rohstoffreserven

Die Globalisierung und die demografische Entwicklung schreiten unaufhaltsam voran. So wird die Weltbevölkerung bis 2050 voraussichtlich um ca. 40 % ansteigen. Damit verbunden wird sich laut World Energy Council die globale Stromproduktion bis 2025 verdoppeln und bis zum Jahr 2050 verdreifachen. Welche Konsequenzen resultieren daraus?

1. Die weltweiten Vorräte an Öl, Gas, Kohle und Uran sind begrenzt. Da gleichzeitig aber der Energiehunger der Weltbevölkerung stetig steigt, wird es in naher Zukunft zu einer drastischen Verknappung der Energieressourcen kommen.


Die Folgen spüren wir schon heute:
Steigende Preise, Versorgungsengpässe verbunden mit Wirtschaftskrisen und blutige Verteilungskämpfe.


2. Mit dem steigenden Energieverbrauch erhöht sich auch der globale Kohlendioxid-Ausstoß. Dies beschleunigt den Treibhauseffekt mit dramatischen Auswirkungen auf unsere Umwelt.

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CO2-Ausstoß

Erste Auswirkungen des Klimawandels machen sich bereits bemerkbar:
Tiere und Pflanzen sterben oder verlassen ihren Lebensraum, das Wetter spielt verrückt, die Jahreszeiten verschieben sich, Pole und Gletscher schmelzen und die Meere versauern.

Die Probleme von heute sind mit der Denkweise von gestern nicht zu lösen.**

Die langfristige nachhaltige Sicherung der globalen Energieversorgung ist somit eine der größten Herausforderungen, denen die Menschheit in der Zukunft gegenüber steht. Heißer Kandidat auf eine Hauptrolle im 6. Kondratieffzyklus könnte daher der Cleantech Sektor sein, der sich der Erforschung, Entwicklung und Produktion umweltschonender, Schadstoff reduzierender Hightech-Verfahren und Erzeugnissen widmet, die die natürlichen Ressourcen schonen und damit die Umwelt entlasten!

*Zitat: Ray Lane, Ex-Oracle Präsident und Partner bei Kleiner Perkins, Caufield & Byers
** Zitat: Albert Einstein
 
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